• Claudia Probst

Wie werde ich lästige Papierstapel und Bücher los?

Aktualisiert: 6. Apr.

Heute geht es um das Thema Papierchaos im Alltag. Wir werden überflutet von bedrucktem Papier, egal ob per Post im Briefkasten, durch Abos, Werbebroschüren, Kataloge, Magazine oder gekauften Büchern… Papierstapel wachsen enorm schnell, wenn die Zeit zum Durchlesen fehlt und damit kommt auch das schlechte Gewissen. Wieso ist das so? Ist es, weil man sich sorgt und denkt man könnte etwas Wichtiges verpassen oder vergessen? Ich denke, auch dir wird das Problem bekannt vorkommen. Nun möchte ich dir ein paar Tipps geben, wie du diese Papierflut in den Griff bekommen kannst. Du wirst sehen, du wirst viele Bücher und andere Papiere ausmisten können, von denen du vielleicht nicht mal mehr wusstest, dass du sie noch hast.


Fangen wir doch einfach mit dem simpelsten Beispiel an, den Kochbüchern. Meiner Meinung nach sind diese am einfachsten zu entrümpeln. Ein grosser Fehler ist, die Bücher wieder aufzuschlagen, um Rezepte zu lesen. Dann denkst du mit Sicherheit «Das kann ich nicht ausmisten, das brauche ich sicher noch irgendwann». Nimm ein Buch in die Hand und entscheide dich, ob du es noch brauchst oder nicht. Wenn es gehen darf, verabschiede dich von dem Kochbuch und weg damit.


Dann gehen wir zum Thema Lehrbücher und Nachschlagewerke. Auch hier geht es ganz einfach. Bitte überlege dir, wie viele Male du diese Bücher in letzter Zeit angeschaut hast. Hier gilt die einfache Regel: Habe ich es zwei Jahre nicht gebraucht, brauche ich es auch künftig nicht mehr. Nicht zu vergessen, dass die meisten Informationen heutzutage elektronisch einfach zugänglich sind und von vielen Büchern bereits weitere Auflagen mit überholtem Wissen existieren.



Ein weiteres Thema betrifft vor allem unsere Kleinsten und zwar geht es um die Kinderbücher. Schön ist es, wenn du dein Kind mit einbeziehst, denn so darf es auch mitentscheiden. Nehmt jedes Buch kurz in die Hand und besprecht zusammen, ob es noch Freude bereitet. Ausserdem erkennst du sofort, ob es noch altersgerecht ist für dein Kind. Spielgruppen, Kindergärten, Schulen, Kitas, Kinderbörsen und Kinderheime sind meistens dankbare Abnehmer von gut erhaltenen Kinderbüchern.


Nun nehmen wir uns Belletristik und Sachbücher vor. Schau dir die Bücher durch. Bei mir war das Büchergestell eine Zeit lang sehr voll mit unterschiedlichen Sachbüchern. Ich habe ein Buch im Handel gekauft und kam nie dazu es zu lesen. Das war jeweils sehr frustrierend. Lies die Zusammenfassung und wenn du der Meinung bist, es spricht dich nicht mehr an, dann lass es gehen.


Es gibt bestimmt auch einige Lieblingsbücher, welche dich früher sehr inspiriert haben, aber du heute bereits nach deren Grundsätzen lebst und du deshalb auf diese Bücher verzichten kannst. Eine grossartige Möglichkeit ist natürlich, deine Freundin das Buch lesen zu lassen und ihr zu erzählen, wie du das ganze umgesetzt hast. So hilfst du ihr und bist erst noch das Buch los, das du ihr selbstverständlich sehr gerne schenkst. Dein Ziel soll eine Buchsammlung sein, welche dich so spiegelt wie du jetzt bist oder wie du in Zukunft sein möchtest.


Grundsätzlich ist es egal um welche Bücher es sich handelt. Schätze wieviel Zeit du brauchst, um ein Buch zu lesen, und zähle mal nach, wie viele Bücher da stehen, welche du noch unbedingt lesen möchtest. Jetzt machst du grosse Augen, denn wahrscheinlich würde es Jahre dauern, bis du all diese Bücher gelesen hättest! Bedenke, dass alte Bücher keinen Platz für neue Ideen und Denkweisen bringen. Lasse los und mache Platz für Neues in deinem Leben!


Nun zurück zum Papierchaos…Wie bereits zu Beginn erwähnt sind ebenfalls ein grosses Thema die Abos. Welche Abos hast du? Welche Abos brauchst du wirklich? Kommst du dazu die Hefte zu lesen? Was brauchst du tatsächlich in Papierform oder könntest du in Zukunft vielleicht lieber eine App verwenden, online lesen oder ein Online-Abo nutzen? Dabei müssen wir halt aufpassen, dass wir nicht plötzlich anfangen, alles digital zu «horten»?! Auch digital wollen wir doch möglichst «entrümpelt» unterwegs sein, nicht? Aber das «Digitale Entrümpeln» wird definitiv ein separater Blogeintrag geben...


Öffne täglich die Post und was nicht interessiert, kommt sofort in den Altpapierkübel! Du kannst dies in deine tägliche Routine einbauen. Oder benötigst du einen Briefkastenaufkleber «keine Werbung»?

Bestell unnötige Kataloge ab. Manchmal kommen die sogar doppelt und dreifach an die gleiche Adresse. Mach schnell eine E-Mail an den Absender und in Zukunft habt ihr etwas weniger in der Post.



Die grossartigen Zeichnungen von deinen Kids welche von Herzen kommen? Du kannst die aktuellen Kunstwerke an einem geeigneten Platz in eurem Zuhause aufhängen. Diese Galerie kann man immer mit den aktuellen Werken schmücken. Oder erstelle einen Ordner (auch digital möglich, dafür gibt es entsprechende Apps). Die Kunstwerke können zuweilen als Geschenkpapier verwendet werden. Es gibt unzählige Ideen wie du die Papiere umgestalten oder anders verwenden kannst. Viel Spass beim Ausprobieren!


Du kennst das bestimmt auch… Du siehst in einer Zeitschrift einen spannenden Artikel und möchtest diesen noch durchlesen. Karen Kingston nennt dies «Kann-nochmal-nützlich-sein-Syndrom». Oder du bist gerade gemütlich am Zeitschriftlesen, dein Kind möchte aber viel lieber deine ganze Aufmerksamkeit, weshalb du das Lesen unterbrichst und später nicht mehr dazu kommst oder du einfach dringendere Sachen zu erledigen hast. Viele haben Angst, diese Artikel ungelesen wegzuwerfen. Sie meinen, sie verpassen etwas oder es wäre «überlebenswichtig». In diesem Fall empfehle ich dir, den Artikel auszuschneiden und in einem Ordner abzulegen. Dies kannst du selbstverständlich auch elektronisch auf dem Computer in einem Ordner ablegen oder in einer App auf dem Smartphone abspeichern. Hierzu eignen sich zum Beispiel Evernote oder OneNote (da wären wir also wieder beim digitalen Horten). Mache, was dir am besten entspricht. Wichtig ist hier jedoch, setze dir eine Frist fürs Ausschneiden und Einordnen, sonst liegt die Zeitschrift im besten Fall eine Woche herum und im schlechtesten Fall sogar monatelang.



So…Nun haben wir so einiges an Papiergerümpel und Büchern ausgemistet, aber nun stellt sich die Frage, wohin damit. Ergänzend möchte ich noch sagen, dass ich mit «weg damit» nicht meine zuhinterst ins Gestell einzusortieren, sondern wegwerfen oder ins Altpapier, verschenken oder auch verkaufen, für Bücher eignen sich auch viele Brockenstuben. Eine andere schöne Möglichkeit sind auch die sogenannten Bücherschränke, wo sich Leute Bücher ausleihen können. Damit machst du anderen Menschen sogar noch eine Freude. Nur niemals wieder zurück ins Büchergestell oder auf einen anderen Papierstapel!!!

Wichtig ist, dass ihr in der Familie besprecht, wie ihr mit dem Papiergerümpel umgeht und dass alle gleich damit verfahren, denn nur so wird es auf Dauer funktionieren.


Ich könnte noch ewig weiterschreiben... es gibt unzählige Möglichkeiten und Impulse. Hoffentlich kann ich dir einiges mit auf den Weg geben und freue mich auch über Feedbacks, Anregungen, Vorher-Nachher Bilder und Erfahrungsberichte von dir.


Herzliche Grüsse

Claudia


Quellenangabe:

«Ordnung nebenbei» von Gunda Borgeest

«Feng-Shui gegen das Gerümpel des Alltags» von Karen Kingston

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